Eine Ode an den Frauensport

Frauenfitnessstudios, Frauenlaufgruppen, Frauenläufe, Frauensport. Sportblogs für Frauen. Für die Männerwelt in vielen Fällen immernoch unverständlich. Doch warum gibt es zu vielen sportlichen Aktivitäten einen „Abklatsch“ in rosa und pink? Brauchen wir das? Ist es nicht irgendwie entgegen der erhofften Gleichstellung von Mann und Frau?

rostocker-frauenlauf-fitness-laufen-lifestyle-blogEin Blick in die Geschichte des Frauensports

Im Zuge der industriellen Entwicklung wurde Sport zu einer beliebten Aktivität zur Regeneration und ein Ausgleich zum Berufsalltag der damals von Männern dominierten Arbeiterschicht. Mit der weiblichen Emanzipation und dem Einstieg vieler Frauen in die Arbeitswelt entwickelte sich auch das weibliche Körperideal hin zu Sportlichkeit. Frauen machten jetzt Sport. Beim Boston-Marathon ging Katherine Switzer im Jahre 1967 als erste Frau an den Start. Geschützt durch zwei Bodyguards und getarnt mit Wollmütze und Trainingsanzug lief sie als erste Frau über die damals noch verbotene Distanz und ebnete den Weg für den Frauenlaufsport. Zu dieser Zeit war die höchste olympische Distanz für Frauen 800 Meter. Mehr traute man den Frauen nicht zu. Bis zum Ende der 80er-Jahre sollte Sport allerdings den Frauen in höheren sozialen Schichten vorbehalten bleiben, denn sie konnten auch in der Bildung und im Beruf schon eine emanzipiertere Stellung erlangen. Heutzutage steht Frauen und Mädchen in westlich geprägten Ländern in dieser Hinsicht prinzipiell nichts mehr im Wege.

Identitätsbildung durch Sport

Sport verbrennt Kalorien. Das wissen wir alle. Doch Sport fördert auch die Identitätsbildung sowie die Leistungs- und Belastungsfähigkeit. (Aha. Deshalb gibt es sicherlich auch Schulsport. Ich habe nie verstanden welchen Sinn Schulsport hat. Ich fange jetzt auch nicht an über die Bewertungsmaßstäbe zu jammern.) Trotzdem dominieren Männer immernoch den Sport; sowohl aktiv als auch im Publikum und auch die Medien prägen diese Rollenbilder weiterhin. Frauen werden eher selten mit Sportarten in Verbindung gebracht, die sich mit Kraft oder Teamgeist befassen. Frauen müssen sich in diesem männlich geprägten Terrain weiterhin beweisen und es ist wichtig ihnen den Sport näher zu bringen. Dafür kann es auch mal ein pinkes Shirt oder etwas anderes Stereotypes sein, um Mädchen und Frauen als Gruppe sichtbar zu machen und wertzuschätzen.

Leider kommen diese schlauen Gedanken nicht alle aus meinem Kopf. Belesen habe ich mich über Frauensport in den Werken von Diketmüller und Kreisky sowie auf der Seite der FAZ.

Ich bin gerne ein Mädchen bzw. eine Frau (obwohl es sich immernoch so komisch an anfühlt „Frau“ zu sagen), mag pink und bin sowas von für die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Ich mag es nicht, wenn man(n) mich zum Essen einladen will. Mit diesem Artikel möchte ich nicht meine männlichen Leser vergraulen, aber ich finde die Herleitung sehr interessant und aufschlussreich und musste sie mit euch teilen!

2 Kommentare

  1. 3. September 2015 / 10:14

    Haha, sehr schön geschrieben der Artikel. :D :D Das mit der ersten Marathonläuferin wusste ich noch gar nicht und fand das mega interessant. Über deinen Kommentar zum Schulsport musste ich etwas schmunzeln – geht mir wohl genauso. :P

    Ich finde es toll, dass du solch einen Spendenlauf organisieren möchtest und bin gespannt wie du das umsetzen wirst. Ideen habe ich dazu leider weniger, freue mich aber über Neuigkeiten!

    Beste Grüße

    • Ulli
      Autor
      14. September 2015 / 19:08

      Hey Nicole, sorry für meine späte Antwort!
      Zum Glück haben wir Schulsport-Muffel dann doch noch die Kurve bekommen :D Es wäre ja zu schade, wenn wir nie unsere Passion zum Sport entdeckt hätten.
      Ich bin immernoch am Brainstormen, aber mittlerweile habe ich ein paar hilfreiche Nummern und Kontakte :)
      Viele liebe Grüße!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.