Girlpower // Gleichberechtigung statt Blumen

Heute ist Internationaler Weltfrauentag. Da ich das Frausein und Girlpower heute mal nicht auf einem KIZ-Frauentagskonzert feier, gibt es einen neuen Beitrag für euch. Zwar haben wir mit öffentlichen Debatten um #metoo, dem Women’s March, das Schwangerschaftskonfliktgesetz und anderen Themen, die die Selbstbestimmung von uns Frauen betreffen, im letzten Jahr Schritte in die richtige Richtung gemacht, trotzdem gibt es noch viel zu tun. Gleichberechtigung ist heute zwar ein rechtliches Ideal, aber Sexismus, Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen und wenige weibliche Führungskräfte nach wie vor präsent sind. Der Equal Pay Day am 18. März markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen ohne Bezahlung arbeiten müssen, während Männer bereits ab dem ersten Januar für ihre Arbeit entlohnt werden. Zentrale Themen sind außerdem die Vereinbarkeit von Karriere und Familie, aber auch Gewaltschutz und generell Selbstbestimmung.

Girls just wanna have fundamental human rights.

Gleichberechtigung im Arbeitsleben, in der Gesellschaft, vor dem Gesetz

Bereits seit über 100 Jahren machen Frauen am 8. März auf Ungerechtigkeiten aufmerksam. Die deutsche Frauenrechtlerin Clara Zetkin initiierte 1910 beim II. Kongress der Sozialistischen Internationale in Kopenhagen die Einführung des Internationalen Frauentags und fordert „Keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte“.

Für mich gibt es eigentlich nur Menschen, die gleichberechtigt miteinander leben. Gleichberechtigt heißt für mich auch, dass es zwar geschlechterspezifische Unterschiede gibt, ich aber nicht an ihnen gemessen werden möchte.

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Als Läuferin denke ich beim Thema Frauenrechte auch immer an Katherine Switzer, die beim Boston Marathon 1967 als erste Frau an den Start ging. Derzeit war die höchste olympische Distanz, die Frauen laufen durften, 800 Meter. Mehr traute man den Frauen nicht zu. Durch ihren Mut ebnete sie den Weg für den Frauenlaufsport. Wir brauchen noch mehr Katherines, die sich einfach trauen, die an sich glauben.

Support your local Girlgang.

Wir Frauen müssen uns gegenseitig unterstützen und uns ermutigen den Mund aufzumachen, uns nicht unter Wert zu verkaufen. Sprecht euch gegenseitig Mut zu, seid ihr selbst und macht euer Ding. Und das Thema geht nicht nur Frauen an:

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Abschließend möchte ich euch noch folgende Dinge mit auf den Weg geben:

Dinge, die am Frauentag wichtiger sind als Blumen:

  1. Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen.
  2. Weniger Neid und Missgunst unter Frauen.
  3. Das Recht auf Selbstbestimmung für alle Frauen dieser Welt.
  4. Wahlrecht für alle Frauen.
  5. Menstruationsartikel sollten kein Luxusgut sein (derzeit mit 19% Mwst ausgezeichnet).
  6. Gleichberechtigter Sex.
  7. Verhütung darf keine reine Frauensache sein.
  8. Weltweite Abschaffung von Genitalverstümmelung.
  9. Rechte und Anerkennung von Transgender.
  10. Streichung des Paragraphen 219a im Strafgesetzbuch.

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