Süße Verführungen – Xucker, Stevia und co

Na, wie viel Zucker hast du heute schon konsumiert? Schon dein Frühstücksmüsli gehabt oder doch ‘nur’ einen Orangensaft? Beides wahre Zuckerbomben. Wir nehmen etwa 100g Zucker pro Tag auf – das ist viel zu viel, sagen Experten. Was ist eigentlich normal süß?

Doch manchmal muss es eben süß sein, also her mit dem Zuckerersatz! Doch auch hier gibt es Produkte wie Sand am Meer. Ich versuche euch im folgenden einen kleinen Überblick über die alternativen Süßmacher zu geben.

STEVIA

Die grünen Blättchen der Steviapflanze werden zu vielerlei Zuckerersatzprodukten verarbeitet und sind individuell einsetzbar – mittlerweile erhält man sogar im Supermarkt Streusüße, Stevia zum Backen oder sogar zum Einmachen und es gibt Stevia in Tablettenform zum Süßen von Tee. Zugelassen sind übrigens nur die Extrakte der Stevia-Pflanze, nicht aber ihre Blätter. Gewonnen wird der Süßstoff aus der Stevia-Pflanze durch komplexe chemische Verfahren. Stevia beinhaltet weder Kalorien noch Zucker und reguliert den Blutzuckerspiegel. Süße, die unsere Zähne nicht schädigt? Bingo – Stevia! Hinzu kommt, dass die Steviapflanze 30 Mal süßer ist als unser Industriezucker – die gewonnene konzentrierte Süße ist sogar 300 Mal süßer als gewöhnlicher Zucker.

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XUCKER

Nicht nur der Name erinnert an normalen Zucker – Xucker (Xylit) und Xucker light (Erythrit) verhalten sich in etwa so wie handelsüblicher Zucker und sind super zum Backen und co geeignet. Mit einer Süßkraft von 70% hat der Wunderstoff praktisch keine Kalorien, beeinflusst den Insulinspiegel nicht und schädigt unsere Zähne nicht. Ganz im Gegenteil: Xylit, also Xucker pflegt die Zähne und ist Bestandteil in allen Zahnpflegekaugummis. Die Einsatzgebiete von Xucker light liegen laut Hersteller besonders beim Süßen von Getränken, denn Xucker kann, wenn man eine große Menge zu sich nimmt, abführend wirken.

AGAVENDICKSAFT

Ich selbst habe Agavendicksaft lange Zeit als Wundermittel gesehen – wie ich herausfinden durfte – fälschlicherweise. Das gute an Agavendicksaft ist, dass Agavendicksaft süßer ist als Zucker und man demnach weniger braucht. Zudem produziert Zucker eine stärke Ausschüttung von Insulin im Blut als Agavendicksaft. Das Problem: Agavendicksaft ist eine Mischung aus Glucose und Fructose, welche im Gegensatz zum Zucker, der ebenfalls aus diesen Bestandteilen besteht, nicht miteinander verbunden sind und der Anteil von Fructose ist sogar noch viel höher als der von Zucker. Fructose regt den Appetit an und ist so in der Industrie sehr beliebt.

HONIG / AHORNSIRUP

In Honig und Ahornsirup sind Glucose und Fructose ebenfalls nicht verbunden, so kann sich die Süße freier entfalten und man kann mit weniger Süßstoff mehr Süße erzielen, allerdings sind Fructose und Glucose im Vergleich zum starken Ungleichgewicht in Agavendicksaft in etwa gleicher Menge vorhanden. Hinzu kommt, dass Honig und Ahornsirup viele wertvolle Vitamine und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe beinhalten.

Bei so tollen luxuriösen Zuckeralternativen musst du tief ins Portemonnaie greifen?

Wie wäre es damit zu beginnen, das Geschmacksempfinden wieder zu trainieren? Wenn du sparsamer süßt, werden deine Geschmacksrezeptoren wieder empfindlicher – das gilt übrigens auch für Salzliebhaber! Andere Geschmäcker erleben ein Revival, wurden sie doch einst durch den Zucker überdeckt. Viele Lebensmittel erhalten von selbst schon Zucker. Es wäre doch toll diesen eigenen Fruchtzucker auch wieder schätzen zu können!
Meine Infos habe ich mir hier, hier und hier angeeignet.

Und nun – viel Spaß beim bewussten Süßen und schmecken!

12 Kommentare

  1. 1. Oktober 2014 / 15:31

    Schöner Beitrag! Ich süße meistens mit Erythrit. Mit Stevia habe ich mich schon öfter vertan und alles hat bitter geschmeckt.

    • Ulli
      1. Oktober 2014 / 16:13

      Uh das ist aber seltsam..ich finde es für manche Gerichte zu ‘künstlich’ schmeckend..in Kombi mit Zimt und Vanille bekommt man’s aber dann doch natürlicher hin :)
      Liebe Grüße!

    • Ulli
      30. September 2014 / 19:57

      Mega gut, dass du dich da auch auskennst! ;)

  2. 30. September 2014 / 16:19

    Toller Beitrag!
    Ich süße nur mit Honig, Xucker oder Ahornsirup ab und an auch mit Stevia wenn ich ihn zu Hause habe :) Liebe Grüße Jenny

    • Ulli
      30. September 2014 / 18:34

      Vielen Dank! :)
      Ich bin zum totalen Stevia-Fan geworden – außer für Tee und co, da finde ich Honig/Apfelsüße leckerer.
      Liebe Grüße, Ulli

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