Trainingsfortschritte und das elendige Vergleichen mit Anderen

In sportlicher Zusammenarbeit mit Krombacher Alkoholfrei. 

Ich sitze hier gerade und schaue die aktuelle Folge von Ninja Warrior nach, habe überall Muskelkater und Verspannungen vom Tough Mudder, bei dem ich gefühlt 100x über mich hinaus gewachsen bin und fühle mich gerade trotzdem wie eine Weichwurst im Gegensatz zu den sportlichen Granaten im Fernsehen.

Im nächsten Moment ärgere ich mich, dass ich diese Gedanken hege, denn ich habe so viel gekämpft und gelitten – besonders an diesem Wochenende, aber eigentlich immer. Ich bin eine Kämpferin. Unsere Welt ist leistungsorientiert und strebt immer nach Perfektionismus. Das muss ja nicht unbedingt nur schlecht sein, aber sinnvoller ist es doch, sich auf die eigenen Leistungen zu fokussieren, denn das ist der einzig logische Vergleich. Jede andere Person bringt ganz andere Voraussetzungen mit – genetisch, im Bezug auf das Training, mental etc. Vergleiche dich nicht mit anderen, lerne von ihnen, lasse dich inspirieren und motivieren.

Vergleich dich nicht mit Ihnen! Klar, es ist interessant zu sehen, was andere Personen in deinem Alter, mit deiner Statur leisten, doch das ist nicht alles.

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Wenn du dich mit anderen vergleichst, bist du automatisch der Verlierer.

In 90% der Fälle wird der Vergleich etwas sein, das dich im Schatten stehen lässt.
“Person XY hat schlankere Arme, straffere Beine, kann weiter, schneller, besser laufen, ist disziplinierter, hat längere, schönere Haare…” Ich könnte diese Liste ewig fortführen, doch diese Vergleiche bringen einem rein gar nichts. Sie machen höchstens traurig und unzufrieden.

Und auch für den Fall, dass du dich “besser” darstellst, ist es doch fraglich, ob solche Gedanken sein müssen. Klar, man muss schon stolz auf seine erbrachten Leistungen sein, aber Arroganz ist auch wieder doof und unnötig.

Selbstreflektion

Ich konnte vor einem Monat gerade so eine Minute planken, ja, ich weiß, das ist unfit, aber ich habe ewig kein Training dieser Art betrieben. Vier Wochen später schaffe ich es 2,5 Minuten zu planken und bin mega stolz auf meine Leistung, würde aber nie jemanden dafür rügen nur 30 Sekunden planken zu können. Es ist doch der eiserne Wille der zählt.
Generell erlebe ich gerade starke Fortschritte im Training, einfach, weil das Personal Training mich wirklich enorm fordert und ich dadurch auch wirklich Lust habe, mich weiterzuentwickeln. Ich entdecke wieder erste Muskeln, die ein wenig sichtbar werden – das war in der letzten Zeit kaum denkbar.
Genauso sieht es im Lauftraining aus – so dümpelte ich in den letzten Monaten immer irgendwo zwischen 3 und 10 Kilometern. Am Wochenende habe ich mir bewiesen, dass auch die doppelte Strecke schon wieder gut funktioniert, weil ich dafür trainiert habe und es will, nicht weil ich mich geärgert habe, dass Person XY auf Instagram ein Bild gepostet hat, auf dem er/sie vom letzten 25km-Lauf schreibt. That’s it.

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Seid einfach häufiger mal stolz auf eure erbrachten Leistungen, lasst euch von anderen inspirieren, aber weg mit den ganzen negativen Gedanken und Gefühlen.

„Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen.
Denn alle äußeren Quellen des Glückes und Genusses sind, ihrer Natur nach, höchst unsicher, misslich, vergänglich und dem Zufall unterworfen.“

– Arthur Schopenhauer

7 Kommentare

  1. Lisa
    7. August 2016 / 22:51

    Es bringt nicht viel sich mit anderen zu vergleichen. Man muss ja schließlich mit sich selbst zufrieden sein und für seine eigenen Ziele arbeiten. Vergleiche sollte man wenn dann nur als Motivation sehen!

    • Ulli
      Autor
      10. August 2016 / 21:47

      On Point, liebe Lisa!

  2. Klara
    25. Juli 2016 / 9:32

    Hallo :)

    Ich lese deinen Blog super gerne. Wenn es dir oder deinen Lesern wieder mal an Motivation fehlt, hab ich hier den richtigen Artikel für euch.
    allesroger.at/der-marathon-opa
    Also ich bin nach dem Lesen direkt in meine Laufschuhe geschlüpft!! :)

    LG Klara

  3. 22. Juli 2016 / 20:21

    Das Problem mit den Vergleichen kenne ich nur zu gut – aber inzwischen bin ich doch echt gut darin, eher zu lernen und “abzuschauen”, als traurig zu sein und mich als Versagerin zu fühlen :) Ich vergleiche also inzwischen auch lieber mit mir selbst… also meinen Leistungen vor ein paar Wochen. Und selbst wenn ich in dieser Hinsicht schlechter geworden bin, dann weiß ich, dass ich heute ja auch andere Voraussetzungen habe und nur glücklich, aber nicht erfolgreich sein muss.

    Freut mich, dass du Fortschritte machst und auf diese stolz bist!

    Liebe Grüße

    • Ulli
      Autor
      24. Juli 2016 / 15:35

      Liebe Tabea,
      ganz genau so muss das sein! Man muss ja aus Allem irgendwie das Positive für sich raus holen und sich motivieren zu lassen durch Andere ist auf jeden Fall eine gute Sache.
      Viele liebe Grüße!

  4. 20. Juli 2016 / 17:07

    Hach, ein toller Beitrag! Und das letzte Bild ist einfach nur zauberhaft – so viel Lebensfreude :)

    • Ulli
      Autor
      24. Juli 2016 / 15:33

      Vielen lieben Dank, liebe Anna! :)

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