Vom Erwachsenwerden, Zeitmanagement und glücklich werden

“Hat dein Tag eigentlich mehr als 24 Stunden?”

Ziemlich oft werde ich gefragt wie ich das alles eigentlich hinbekomme: Studium, Pendeln, Arbeiten, Reisen, Blog und ständig früh aufstehen. Eine richtige Antwort darauf, wie ich das alles schaffe habe ich nicht wirklich, außer „einfach machen, was sich richtig anfühlt“. Wenn ich genauer darüber nachdenke, weiß ich wirklich kaum, wie das alles so geht. Mein Kopf und mein Notizbuch sind immer voller Ideen, die nur darauf warten umgesetzt zu werden, aber oft haben andere Dinge Priorität. Manchmal muss man die Zähne zusammenbeißen und auch doofe Sachen anpacken, die sich gerade mit dem Erwachsenwerden immer mehr häufen.

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Gerade die letzten drei Wochen waren für mich komplett chaotisch und ich wusste manchmal nicht, wo mir der Kopf steht, aber ich weiß, dass es sich lohnt und, dass schon ganz bald weniger stressige Zeiten kommen. Außerdem genieße ich die kleinen Momente zwischendrin umso mehr. Am Anfang des Jahres hatte ich die tolle Möglichkeit mit Julia von Sweat & Lavender ein paar Health Coaching-Stunden zu haben, die mich einmal mehr darin bestärkt haben, die kleinen Momente ausgiebig zu genießen: Essen gehen mit Freunden oder mal eine Gesichtsmaske, ein Kaffee nur für mich oder eine Stunde Yoga. Und ganz oben auf der Liste steht wohl baden! Und manchmal muss man Dinge einfach machen. Außerdem ist es in stressigen Phasen für mich immer wichtig, Prioritäten zu setzen und mich auf die wichtigen Sachen zu fokussieren. Get shit done! Wenn man die ungeliebten Sachen schnell hinter sich lassen kann, kann man sich entspannter den Sachen widmen, die man eigentlich machen möchte. Viel zu oft versinke auch ich, nachdem ich eigentlich fertig mit den wichtigen Sachen bin, im Selbstmitleid und denke mir, „Ach, heute entspannst du lieber und morgen geht es dann weiter“. Am nächsten Morgen aber lauern dann wieder andere Gefahren, die mich von der Umsetzung der Dinge, die ich eigentlich machen will, abhalten.

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Eine Idee ist nur eine Idee

Haben wir nicht immer alle irgendeine Idee im Hinterkopf, die wir schon lange mal umsetzen wollten? Eine Idee ist aber nicht greifbar. Manchmal muss man handeln, dass aus der Idee mehr als eine Idee wird. Es ist viel bequemer zu träumen und die Idee imaginär zu belassen und tausend Serien auf Netflix zu schauen oder zu schlafen, aber ihr seid danach vermutlich immer noch nicht weiter und auch nicht zufriedener. Einfach machen! Das ist eine meiner Erkenntnisse der letzten Jahre. Es macht mich komplett wahnsinnig, wenn ich nicht vorankomme. Wenn mir Dinge nicht gefallen, ändere ich sie. Manchmal brauchte ich dafür viel Mut, aber immer hat sich der für mich unzufriedenstellende Zustand verändert, weil ich es aktiv beeinflusst habe. Meist haben sich die Dinge sogar, wie ich es wollte, zum Positiven verändert. Hätte ich nicht gehandelt, hätte ich nie gewusst, was passiert wäre und viele schöne Momente und Gelegenheiten wären mir verwehrt geblieben. Wenn man nicht handelt, bleibt die vermeintlich beste Idee, weiterhin nur ein wertloser Einfall und man wird sich vermutlich auf ewig die Frage nach dem „Was wäre, wenn…“ stellen. Und niemand wird sie beantworten können. Wir können uns so glücklich schätzen, mit so vielen Möglichkeiten und Freiheiten aufzuwachsen, dass es verschenktes Potential wäre, nie etwas anzupacken.

Je öfter man über seinen eigenen Schatten springt, desto einfacher wird es sich zu überwinden. Man merkt beim ersten Mal, dass es gar nicht so schlimm war, beim zweiten Mal gibt es ein beherztes Entgegenkommen und schon fällt es einem beim dritten Mal nur noch halb so schwer. Das generelle Prinzip lässt sich, wie ich finde, auf so viele Lebenslagen übertragen. Würde ich immer nur in meiner Komfortzone bleiben, hätte ich so viel in meinem Leben verpasst und wäre ganz sicher nicht so glücklich und zufrieden wie heute.

Welche eurer Ideen warten nur darauf umgesetzt zu werden?

8 Kommentare

  1. Feli
    27. April 2017 / 9:39

    toller post, der genau in meine jetzige Lebenssituation passt! danke für diese Einblicke :)
    liebe grüße, feli von http://www.felinipralini.de

  2. 4. März 2017 / 22:17

    Sehr gut geschrieben!
    Einfach machen ist nun mal auch der einzige Weg Sachen selbstständig zu ändern aber viele können halt einfach nicht aus ihrer Komfortzone weil es dort ja viel zu bequem ist.

    Viele Grüße
    Denise von
    https://lovelifebloggerlife.blogspot.co.at/

  3. 4. März 2017 / 21:57

    Ein sehr inspirierender Beitrag zumal ich mich glaube ich in deiner Beschreibung ganz gut wiederfinden kann. Ich mache mir dauernd tausend Listen was ich noch zu erledigen habe und genieße viel zu wenig die kleinen wertvollen Momente weil ich immer noch an tausend Sachen denke die ich noch zu erledigen, zu lernen oder an die ich noch zu denken habe. Vielen Dank für diesen schönen Beitrag :)

    Ganz liebe Grüße Shirin

  4. 26. Februar 2017 / 19:02

    Sehr schöner Beitrag, meine Liebe! Bei mir hapert es auch und dank deines inspirierenden Textes schaffe ich hoffentlich bald wieder meine Routine beim Bloggen zu finden!! LG Steph

    • Ulli
      Autor
      26. Februar 2017 / 19:15

      Vielen Dank, liebe Steph!

  5. Simon
    26. Februar 2017 / 13:49

    Bin immer wieder froh, wenn ich andere Leute sehe die deine Einstellung übernehmen. “Einfach machen” hört sich so simpel und stupide an, aber leider sind diese 2 doofen Worte nun einmal Gold wert. Ich glaube, dass viele Leute einfach diesen “AHA”-Moment brauchen in dem sie eine Sache eben nicht machen können, obwohl sie es wollen um dann zu verstehen, wie glücklich sie sich schätzen können, dass sie eben diese ganzen anderen Sachen machen dürfen.Glücklicherweise habe ich das für mich schon länger entdeckt und nach dem ich letztes Jahr Tiefseetauchen hinter mich gebracht habe, will ich dieses Jahr irgendwie die Luft erobern und evtl. was mit Kunstflug machen. Aber wahrscheinlich werde ich mich auf Fallschirmspringen reduzieren :)
    Grüße

  6. 19. Februar 2017 / 17:31

    Oh sehr schöner Beitrag! Ich habe auch immer so viele Sachen im Kopf die ich umsetzten will, dass ich manchmal fast vergesse mir die Zeit für mich zu nehmen. Allerdings ist mir Schlaf heilig und dieser wird auch konsequent durchgesetzt. Jetzt in den Semesterferien habe ich mir selbst etwas Ruhe verschrieben und komm mir beim nichts tun direkt etwas blöd vor. Ein Bad ist für mich auch immer sehr beruhigend!
    Übrigens liebe ich deinen Schal! ;)

    • Ulli
      Autor
      19. Februar 2017 / 17:40

      Dankeschön, liebe Anja!
      Ja, mein Schlaf ist mir auch heilig, nur habe ich in meinem Studium ziemlich viele Abgaben und Deadlines, da gibt es dann auch mal ziemlich viele kurze Nächte..das wird am Wochenende und in den Ferien dann alles nachgeholt :) Den Schal habe ich, wenn ich mich recht erinnere bei Pimkie gekauft im letzten Oktober etwa, vielleicht gibt es ihn ja noch.
      Viele liebe Grüße!

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